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Nach dem TV-Duell: Rumoren in der Union

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Rumoren in der Union

16.09.2009, 15:44 Uhr

Von Kanzlerin Merkel erwarten ihre Unionskollegen deutlich mehr Profil (Foto: ddp) Von Kanzlerin Merkel erwarten ihre Unionskollegen deutlich mehr Profil (Foto: ddp)

Nach dem unentschieden ausgegangenen Fernsehduell zwischen Kanzlerin Angela Merkel und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier rumort es einem Zeitungsbericht zufolge in der Union. Die CSU dränge die CDU, ein gemeinsames wirtschaftspolitisches Sofortprogramm vorzulegen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Merkel müsse vor allem in der Wirtschaftspolitik Profil zeigen, heißt es demnach in der CSU-Führung. Dort wachse die Sorge, dass es bei der Bundestagswahl wieder nicht für eine schwarz-gelbe Mehrheit reichen könnte. In der CDU rege sich aber Widerstand gegen ein kurzfristig präsentiertes 100-Tage-Programm oder auch ein wirtschaftspolitisches Kurzprogramm.

"Gefahr massiv thematisieren"

Auch in der CDU wächst dem Bericht zufolge die Sorge, dass Union und FDP erneut eine Regierungsmehrheit verfehlen könnten. Intern hätten deshalb die Ministerpräsidenten von Hessen und Niedersachsen, Roland Koch und Christian Wulff, für eine klarere Botschaft geworben: Die CDU solle bis zur Wahl massiv die Gefahr einer rot-rot-grünen Mehrheit thematisieren.

TV-Duell erregt Unmut in der CSU

In der CSU warnten laut Zeitung mehrere Spitzenvertreter, dass die Stimmung noch kippen könne. Merkels Strategie, einen Vorsprung in den Umfragen zu halten, sei bereits im Jahr 2005 gescheitert, sagte ein namentlich nicht genanntes CSU-Vorstandsmitglied. Vor allem das TV-Duell erregt demnach in der CSU Unmut. Es sei der Eindruck entstanden, Merkel wolle am liebsten mit der SPD und Steinmeier weiterregieren, sagte ein führender CSU-Mann der "Süddeutschen Zeitung".

Knapper Vorsprung für Schwarz-Gelb

Unterdessen bleiben die Mehrheitsverhältnisse nach der neuesten Forsa-Umfrage weiterhin unsicher. Die FDP als Wunschkoalitionspartner der Union verschlechterte sich in der Umfrage im Auftrag des Fernsehsenders RTL und des Magazins "Stern" um zwei Punkte auf zwölf Prozent. Es ist der niedrigste Forsa-Wert in diesem Jahr - nach dem Höchstwert von 18 Prozent im Februar. Damit bleiben Union und Liberale gemeinsam bei 49 Prozent. SPD, Grüne und Linke erreichen wie in der Vorwoche zusammen 45 Prozent. Die Linkspartei rutschte in der Umfrage um vier Punkte auf zehn Prozent ab. Die Grünen verbesserten sich im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf elf Prozent der Stimmen.

SPD verbessert sich um drei Prozentpunkte

Sowohl die Union als auch die SPD konnten nach dem Fernseh-Duell in der Wählergunst zulegen. Im Vergleich zu den von Forsa vergangene Woche veröffentlichten Zahlen konnte sich die Union um zwei Punkte auf 37 Prozent, die SPD sich sogar um drei Punkte auf 24 Prozent verbessern.

Merkel und Steinmeier legen zu

Bei der Umfrage einen Tag nach dem Duell legten nicht nur die Parteien, sondern auch die Kandidaten Merkel und Steinmeier zu. Auf die Frage, wen sie direkt zum Kanzler wählen würden, entschieden sich 56 Prozent für die CDU-Chefin, drei Punkte mehr als in der Vorwoche. Für den SPD-Kanzlerkandidaten Steinmeier würden 24 Prozent stimmen, vier Punkte mehr als in der Woche zuvor.


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Quelle: dpa

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