Ersten Ergebnissen zufolge reicht es für Schwarz-Gelb: Kanzlerin Merkel (Foto: ddp)
Union und FDP haben bei der Bundestagswahl wohl nicht die Mehrheit erreichen können. Nach ersten Prognosen kommen CDU/CSU auf Prozent, die Liberalen auf Prozent. Die SPD verliert deutlich und erreicht nur noch Prozent. Die Grünen können sich leicht auf Prozent verbessern, die Linkspartei kommt auf Prozent.
Bei der Wahlbeteiligung zeichnet sich ein neues Rekordtief ab. Nach Angaben des Bundeswahlleiters gaben bis 14 Uhr 36,1 Prozent aller Wahlberechtigten - ohne Briefwähler - ihre Stimme ab. Das waren deutlich weniger als bei der Bundestagswahl 2005, als es bereits einen historischen Tiefstand gab. Damals lag die Wahlbeteiligung bis 14 Uhr bei 41,9 Prozent; die Beteiligung insgesamt betrug seinerzeit 77,7 Prozent.
Verzögert schönes Wetter die Stimmabgabe?
Es wurde aber wegen des schönen Herbstwetters damit gerechnet, dass viele Bürger möglicherweise erst später ins Wahllokal gehen. Außerdem wurde stärker als 2005 von der Briefwahl Gebrauch gemacht. Rund 62,2 Millionen Bundesbürger waren aufgerufen, bis 18 Uhr den neuen Bundestag zu wählen. Das vorläufige amtliche Endergebnis wird am späten Abend erwartet.
Überhangmandate könnten entscheidend sein
Um die rund 600 Sitze im 17. Deutschen Bundestag bewerben sich insgesamt mehr als 3500 Bewerber aus 28 Parteien. Entscheidend könnten die Überhangmandate werden: Im Extremfall könnten Union und FDP selbst 45 Prozent der Stimmen reichen, um eine Mehrheit zu bekommen. Überhangmandate gibt es dann, wenn eine Partei in einem Bundesland direkt in den Wahlkreisen mehr Mandate gewinnt als ihr nach den Zweitstimmen zustehen. Davon könnte diesmal vor allem die CDU profitieren.