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So schnitt die Polit-Prominenz in der Direktwahl ab
28.09.2009, 19:57 Uhr | Von Annett Meiritz, Spiegel Online
Brigitte Zypries siegt mit nur 46 Stimmen Vorsprung, Peer Steinbrück muss über den Umweg in den Bundestag - und Guido Westerwelle verpasst ein Direktmandat. Wie haben die Politiker in ihren Wahlkreisen abgeschnitten?
Der Wahlsieg von Schwarz-Gelb, der Absturz der SPD und das Erstarken der Linken macht sich auch bei den Direktmandaten bemerkbar. In mehreren Bundesländern gab es deutliche Umbrüche: Als sicher geltende Wahlkreise mussten abgegeben werden, andere wurden überraschend gewonnen. Einige prominente Parteivertreter mussten herbe Schlappen hinnehmen, andere konnten ein überragendes Ergebnis bejubeln.
SPD gibt Hälfte der Direktmandate in Hessen ab
Einige Tendenzen im Erststimmenverhalten: Neben einem dramatischen Stimmenverlust von zehn Prozentpunkten musste die SPD in Hessen bei der Bundestagswahl auch mehr als die Hälfte ihrer Direktmandate abgeben. Statt 13 Wahlkreisen sind nur noch sechs in sozialdemokratischer Hand.
CDU gewinnt erstmals in Hamburg
Die Hamburger CDU hat zum ersten Mal eine Bundestagswahl in der Hansestadt gewonnen. Erstmals nahm die Union der SPD auch drei der sechs Direktmandate ab - in Eimsbüttel, Wandsbek und Hamburg-Nord.
SPD verliert zwölf Wahlkreise in NRW
In Berlin erhöhte die CDU die Zahl ihrer Direktmandate von eins auf mindestens fünf. In Nordrhein-Westfalen verloren die Sozialdemokraten zwölf Wahlkreise an die CDU. Die Union schickt 36 Abgeordnete direkt in den neuen Bundestag, die SPD nur noch 28. Die Wahlbeteiligung war mit 71,4 Prozent so niedrig wie noch nie bei einer Bundestagswahl in NRW.
Linke gewinnt 16 Direktmandate
Die Linke gewann bei der Bundestagswahl insgesamt 16 Direktmandate. Nach Angaben des Bundeswahlleiters eroberten die Kandidaten der Linkspartei allein in Sachsen-Anhalt fünf Wahlkreise. In Berlin und Brandenburg gingen jeweils vier Direktmandate an die Linke. Zudem siegten zwei Linke-Kandidaten in Thüringen sowie ein weiterer in Mecklenburg-Vorpommern.
Von Annett Meiritz, Spiegel Online