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Die Welt gratuliert Merkel - der Iran nicht
28.09.2009, 16:38 Uhr
US-Präsident Barack Obama freut sich auf eine noch bessere Zusammenarbeit mit Merkel (Foto: dpa)
Glückwünsche aus dem Ausland für Merkel: Nach dem Wahlsieg von Kanzlerin Angela Merkel treffen im Kanzleramt Gratulationen aus aller Welt ein. Kritisiert wird die Wiederwahl jedoch in türkischen Medien. Und aus dem Iran verlautet bloß: "Dazu sagen wir nichts".
US-Präsident Barack Obama gratulierte Merkel telefonisch zum Wahlerfolg. "Der Präsident und Kanzlerin Merkel sind sich einig, dass die Zusammenarbeit beider Staaten mit einer starken Bundesregierung noch besser und tiefgreifender wird", hieß es aus dem Weißen Haus. Obama sehe einer engen Zusammenarbeit mit der Kanzlerin entgegen, um sich auch in den kommenden Jahren gemeinsamen Herausforderungen zu stellen.
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Sarkozy wünscht "vollen Erfolg"
Der
britische Premierminister
Gordon Brown erklärte, er freue sich darauf, die "enge Arbeitsbeziehung fortzusetzen". Noch vor der Bekanntgabe des offiziellen Wahlergebnisses gratulierte der
französische Präsident
Nicolas Sarkozy. Er wünsche ihr "vollen Erfolg bei der großen Aufgabe", die die Deutschen ihr zum zweiten Male anvertraut hätten.
Berlusconi freut sich
Der
italienische Regierungschef
Silvio Berlusconi freute sich für Merkel: "Dass die Kanzlerin bestätigt worden ist, bedeutet einen Erfolg nicht nur für Deutschland, sondern für die gesamte Familie der Europäischen Volkspartei", teilte das Amt des konservativen Berlusconi mit. In einem Telefonat mit Merkel hätten beide die gemeinsame Vision und Verpflichtung bekräftigt, "ein starkes, vereintes Europa aufzubauen, fähig, die derzeitigen Herausforderungen und die der Zukunft anzugehen."
Glückwünsche vom Nachbarn
Glückwünsche kamen auch aus
Österreich: Der konservative Vizekanzler Josef Pröll erklärte, das Wahlergebnis in Deutschland zeige, dass "die Menschen eine Politik der Verantwortung honorieren". Der konservative
griechische Ministerpräsident Kostas Karamanlis hob in einem Telegramm hervor, dass Merkels "scharfer politischer Blick und ihre Erfahrung" zur Überwindung der großen wirtschaftlichen Probleme beitragen könnten, die Europa und der Welt bevorstehen.
Iran gratuliert nicht
Der
Iran weigerte sich bisher, den Wahlsieg Merkels zu kommentieren. "Dazu sagen wir nichts, bis das Ergebnis amtlich ist", sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums. Die Kanzlerin hatte den Iran verärgert, weil sie Präsident
Mahmud Ahmadinedschad zu dessen Wahlsieg im Juni nicht gratuliert hatte.
Türkische Medien skeptisch
Skepsis in der
Türkei: Medien erwarten nach dem Wahlsieg von Schwarz-Gelb in Deutschland schwierige Zeitungen für den geplanten EU-Beitritt ihres Landes. "In Deutschland haben die Türkei-Gegner gewonnen", schrieb die Zeitung "Milliyet". Es sei zu erwarten, dass sich die Rhetorik gegen einen Beitritt der Türkei nun verstärken werde. Die Tageszeitung "Zaman" schrieb: "Das Ergebnis ist für die Türkei ein Risiko." Für den Weg in die EU werde es negative Folgen haben.
Quelle: dpa
, AFP