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Cem Özdemir hält sich die schwarz-grüne Option offen
19.08.2009, 11:03 Uhr
Schwarz-Grüne Farbenspiele: Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir schließt eine Koalition mit der Union nicht aus (Foto: imago)
Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir hat die Option auf eine schwarz-grüne Koalition nach der Bundestagswahl offen gehalten, bewertet die Chancen dafür aber skeptisch. Im RTL-Sommerinterview stellte er für ein Bündnis mit CDU und CSU konkrete Bedingungen.
Das hänge davon ab, "ob mit denen ein Ausstieg aus der Atomenergie möglich ist, die Verhinderung von neuen, zusätzlichen Kohlekraftwerken, die Einführung von Mindestlöhnen, Bürgerrechte, mehr soziale Gerechtigkeit".
Die Skepsis bleibt
Özdemir ergänzte, dass es in allen Fragen ein hohes Maß an Skepsis gebe, "aber es wäre jetzt töricht, wenn alle Parteien hineingehen in die Auseinandersetzung und sagen, mit denen reden wir nicht und mit denen reden wir nicht. Dann kann man es auch lassen."
"Wir machen einen grünen Wahlkampf"
Die Frage, ob die Grünen mit Blick auf eine mögliche Ampel-Koalition nicht offener auf die FDP zugehen sollten, wies Özdemir zurück. "Wahlkampf ist eine Zeit, wo man die Unterschiede zwischen den Parteien deutlich macht, zu allen Parteien. Wir zumindest machen keinen Wahlkampf für eine bestimmte Koalition, wir machen einen grünen Wahlkampf."
Zweistelliges Ergebnis als Wahlziel
Der Grünen-Politiker sagte weiter, Ziel seiner Partei sei ein zweistelliges Wahlergebnis, "nach Möglichkeit vor der Partei von Herrn Westerwelle". Dies sei die Basis für selbstbewusste Koalitionsverhandlungen. Einfach werde keine Farbkonstellation und mit der FDP gebe es "einige Konfliktfelder". Özdemir rechnet daher mit harten Koalitionsverhandlungen, falls es nach der Wahl für Rot-Gelb-Grün reichen würde.
Quelle: dpa